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Marianne Braig

Sehnsucht nach Legitimation
Zum Wandel populistischer Politik in Mexiko

ca. 340 Seiten, ca. 28,- €
ISBN 3-938944-02-1 (in Vorbereitung)
Band 3 der Reihe "
Fragmentierte Moderne in Lateinamerika"

Die Studie von Marianne Braig hält sich nicht mit der „vehementen Zurückweisung, ja Verteufelung“ von als populistisch identifizierten Politiken auf. Populismus als analytische Brille verstanden, erlaubt, „soziale Bewegungen, politische Herrschaftsformen und ihre Beziehung zueinander zu beschreiben, gesellschaftliche Strukturen und handelnde Akteure aufeinander zu beziehen und konkrete Politiken mit policy dealing zusammenzubinden“. Damit werden „soziale Grammatik“, „politische Kulturtechniken“ und strukturelle, kontextabhängige Vorstellungen, Rituale, performative Praxen politischer Legitimation und politischer Herrschaft in den Blick genommen – ein analytisches Vorhaben, welches hier mit einer in der Populismusforschung weitgehend vernachlässigten geschlechtsspezifischen Perspektive verbunden wird.

Am Beispiel des postrevolutionären politischen Systems Mexikos, dem empirischen Gegenstand ihrer Arbeit, führt die Autorin die Relektüre unterschiedlicher Lesarten populistischer Politikformen zu einer Neuinterpretation der Herrschaft des Partido Revolucionario Institucional zusammen. Überzeugend argumentiert sie, dass der „institutionalisierte Populismus“ des PRI-Regimes nicht auf einen statischen bürokratischen Staatsapparat, sondern vielmehr auf flexiblen Verhandlungsformen des Staates mit den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen basierte.

Die Zentralität von Aushandlunsgmodi und die für alle Parteien und für viele in Mexiko weiterhin bestehende große Attraktivität dieser Verhandlungskultur zeigt nicht zuletzt der jüngste Wahlerfolg des PRI bei den Parlamentswahlen im Juni 2009. Ein Erfolg, der zu einem hohen Maße von der hier untersuchten rituellen Performanz populistischer politischer Partizipation und deren Legitimation durch die Wählerschaft ermöglicht wurde.

In diesem Sinne leistet diese Studie nicht nur einen wichtigen analytisch-theoretischen Beitrag zur Populismusforschung – über den mexikanischen „Fall“ hinaus –, sie ist gerade auch für ein Verständnis der historischen Gewordenheit und politisch-kulturellen Kontinuität des mexikanischen Populismus und dessen „Überleben“ im heutigen Mexiko zentral.


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