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Andrea Blumtritt

Die Pluralisierung der Wege des Paares
Geschlechtsspezifische Dimensionen von Modernisierungsprozessen im translokalen Raum der Anden

Band 7 der Reihe Fragmentierte Moderne in Lateinamerika
324 Seiten, 29,80 €
ISBN 978-3-938944-30-1 (2009)

In ihrem Buch „Die Pluralisierung der Wege des Paares“ geht die Autorin der Frage nach, wie im Andenraum, einem translokal wahrgenommenen Raum der Verflechtung kultureller Erfahrungshorizonte, eine spezifische Moderne verhandelt und übersetzt wird. Ihre Forschung konzentriert sich auf die gegenwärtige Ämterwelt der bolivianischen Aymara, denn dort finden normative Veränderungen des Kategoriesystems im Handlungsbereich der Paarbeziehungen ihren spezifischen Ausdruck.

Aus der alltagsweltlichen Perspektive ihrer Fallbeispiele, die eine zunehmende Vielfalt alternativer Lebensentwürfe präsentieren, rekonstruiert die Autorin die Transformation von Partnerschaftskonzepten und Partizipationsformen in der von Mobilität geprägten Gesellschaft der Aymara. Diese nutzen die Potenziale eines erweiterten translokalen Raumes, um Antworten auf eine komplexer werdende, verwobene und fragmentierte Moderne zu entwickeln.

Die Kreativität, mit der Geschlechterrollen und Partnerschaftsmodelle reorganisiert und im öffentlichen Raum der Ämterkultur neu interpretiert werden, und die daraus resultierenden Innovationen stehen im Zentrum der Analyse. Dabei wird offensichtlich, dass für Frauen und Männer disparate Voraussetzungen für die Verhandlung transkultureller Prozesse existieren.

"Andrea Blumtritts Buch ist eine äußerst spannende Studie über Migration und damit einhergehende kulturelle Veränderungsprozesse. Da es sich um eine wissenschaftliche Arbeit handelt, ist die Sprache naturgemäß akademisch und sind die ausführlichen Interviewpassagen durchweg im spanischen Original ohne deutsche Übersetzung wiedergegeben. Wen das nicht davon abhält, das Buch in die Hand zu nehmen, den/die erwartet eine höchst anregende und aufschlussreiche Lektüre." (Gert Eisenbürger, "ila" Nr. 327, Juli-Aug. 2009)

INHALT:

Teil I: Theoretische und kontextuelle Einbindung

Kapitel 1: Einführung (als PDF-Datei / Auszüge)

1. Fragestellung:
Kontext – Hypothesen und Fragen – Die Aymara im Spiegel der Forschung – Aufbau der Arbeit

2. Am Schnittpunkt von Debatten und Konzepten:
Migration und gender im Andenraum – Raum und Kultur: konzeptionelle Koordinaten einer mobilen Gesellschaft – Ämter als öffentliche Handlungsräume

3. Methoden:
Qualitative Interviews – Teilnehmende Beobachtung im urbanen Kontext – Information als (repräsentativer) Zufall – Von der Datenanalyse zur Grounded Theory – Verortungen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung

4. Forschungsrealitäten:
La Paz/Chukiyawu – El Alto/Alto Pata

Kapitel 2: Kontexte

1. Zum Ämterwesen der bäuerlichen Aymara-Gesellschaft:
Allgemeines und Besonderes zum andinen Ämterwesen – Der bäuerliche Ämterzyklus vor der Revolution 1952 – Schematisierungsversuche

2. Gendersensible Forschung:
Der thaki als Konstrukt männlicher Forschung – Thaki vs. sindicalismo: Dynamiken einer Entwicklung

3. Das Ämterwesen in translokalen Räumen:
Migration und translokale Organisation des thakhi – Die Ley de la Participación Popular und das Ämterwesen

Teil II: Analyse der empirischen Daten

Kapitel 1: Einführung

Kapitel 2: Innovative Geschlechterrollen im öffentlichen Raum

1. Eine Autorität: María
2.
Das Fest als Lebensmittelpunkt: Edita
3. Modernisierte Identitäten? – Vera
4. Identität zwischen „Tradition“ und „Moderne“: Ana
5. Ein Leben in Gottes Hand: Rolando
6. Leben als maximale Partizipation: Lupe
7. Mit dem Pragmatismus eines Unternehmers: Fernando
8. Marginalisierung: Paula

Teil III: Die pareja im Modernisierungsprozess

1. Übersetztes Wissen
2. Reorganisierte Öffentlichkeiten
3. Dynamiken eines Partnerschaftsmodells

Anhang
Interviews – Literatur – Glossar – Abkürzungen


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