
Rebecca Weber
Abjekte Grenzgänge(r)
Körper und Widerstand im lateinamerikanischen Roman des 20. Jahrhunderts
238 Seiten, 20,– €
ISBN 978-3-946327-23-3 (Juli 2020)
(Reihe "Tranvía Sur", Band 27)
Abjekte Körper sind gleichermaßen Konstrukt wie auch Symptom
autokratischer, diktatorischer und totalitärer Herrschaftssysteme. Während
Bataille den Begriff des Abjekten primär auf die Elenden der Gesellschaft
anwendet, wird er in den 1980er Jahren bei Julia Kristeva tiefenpsychologisch
aufgeladen: Das Abjekte umfasst Phänomene, Substanzen und Gegenstände, die im
Subjekt Ekelgefühle auslösen und infolge eines Schutzmechanismus „abgestoßen“
werden müssen. Dem Abjekten wohnt daher per se ein subversives Potential inne.
Rebecca Weber untersucht am Beispiel
von Romanen lateinamerikanischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller die
literarische Inszenierung des menschlichen Körpers, wobei das Abjekte mit Blick
auf den lateinamerikanischen Roman des 20. Jahrhunderts als zentrale Kategorie
in Erscheinung tritt: als Kommunikationsmedium für Widerstand und Protest.
Die Autorin: Rebecca Weber, Dr. phil., ist Romanistin und an der Universität Siegen
tätig.
"Webers Studie ist ein klar strukturierter, inhaltlich stringenter, argumentativ überzeugender und nicht zuletzt gut lesbarer Text." (Werner Altmann in "Hispanorama")