
Richard
Faber
Erinnern und Darstellen des Unauslöschlichen
Über Jorge Semprúns KZ-Literatur
135 Seiten, 14,50 €, ISBN 3-925867-14-7 (1995)
Band 1 der Reihe "Tranvía Essay"
Jorge Semprúns Autobiographik zeichnet sich durch Authentizität und Artistik aus. Er ist einer der wenigen eurpoäischen Schriftsteller der Gegenwart, in deren Werk sich literarische Avanciertheit mit politischer Kompetenz verbindet. Dass seine Erinnerungen Zeugnis von den Greueln des Nationalsozialismus und des Stalinismus ablegen, verleiht ihnen zeitgeschichtliche Bedeutung. Faber rekonstruiert speziell Semprúns Erinnerungs- und Darstellungsart; sie zeigt, wie eine von der anderen abhängt bei der Dokumentation des ‚Unauslöschlichen’.“
"Faber entwirrt das labyrinthische Gefüge von Semprúns Reminiszenzen, die voller Abschweifungen, zeitgeschichtlichen Assoziationen und Nebenhandlungen sind. Er zieht Parallelen zur bekannten und weniger bekannten Erinnerungs- und Fachliteratur und verbindet dabei Semprúns autobiographische Darlegungen mit Zitaten aus Primo Levis, Jean Amérys und Eugen Kogons Werken." (Helena Kanyar in der "Basler Zeitung")
Inhaltsverzeichnis: siehe PDF
Weitere Titel mit Bezugnahme auf die deutsche Geschichte:
Ursula Bernhardt: Der Riss durch mein Leben (Erinnerungen an Emigration und Exil in Uruguay)
Neus Català: In Ravensbrück ging meine Jugend zu Ende
Adriana Nunes: Ilse Losa – Schriftstellerin zwischen zwei Welten
Tranvía Nr. 28: Themenheft "Spanier in den
Konzentrationslagern der Nationalsozialisten"